Xenoform im Alten Rathaus Göttingen: Kunst zwischen Erde, Mars und Technologie


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Wenn der Mars zum Rohstofflager wird: Die Finissage von Xenoform
Am Sonntag, den 4. Oktober 2026, lädt der Kunstverein Göttingen zur Finissage von Xenoform ein. Die Ausstellung von Nieves de la Fuente bildet den vierten Teil der Reihe TRANSHUMAN und verbindet zeitgenössische Kunst mit Fragen zu Raumfahrt, Rohstoffgewinnung, künstlicher Intelligenz und ökologischer Verantwortung.
Kunst zwischen Erdlandschaft und interplanetarer Zukunft
Die spanische Künstlerin Nieves de la Fuente entwickelt multimediale Installationen und digitale Bildwelten, in denen vertraute Orte eine fremdartige Erscheinung annehmen. Ihre Werke bewegen sich zwischen realen Landschaften, historischen Eingriffen und spekulativen Zukunftsräumen. Virtual Reality, Browser-Erfahrungen und Augmented Reality erweitern dabei die klassische Werkbetrachtung um immersive und interaktive Ebenen.
Fünf Werkgruppen, ein kritischer Blick auf Ressourcen
Im Zentrum von Xenoform stehen fünf Werkgruppen: Bridge, No habrá servicio los Domingos ni en el cumpleaños de la Reina Victoria, Reliquia de las Disciplinas Geográficas, Night Companions und ODD//FOES. Sie untersuchen die Geschichte und Zukunft des Bergbaus ebenso wie die interplanetare Navigation, die eine mögliche Besiedlung des Weltraums voraussetzt.
Die Ausstellungsatmosphäre entsteht aus dem Spannungsfeld von Materialität und digitaler Imagination. Formen wirken zugleich archäologisch und futuristisch, während die Installation Fragen nach Kontrolle, Ausbeutung und technologischem Fortschritt in den Raum stellt. Die ästhetische Erfahrung wird damit zu einer politischen Werkbetrachtung: Wer besitzt Ressourcen, wer gestaltet Lebensräume und welche Folgen besitzt der Drang nach grenzenlosem Wachstum?
Finissage mit Künstlerin und Museumsdirektorin
Zur großen Finissage sind die Künstlerin Nieves de la Fuente und die Museumsdirektorin Ina Neddermeyer zu Gast. Der abschließende Ausstellungstag bietet Gelegenheit, die Werke im Kontext der Kuratierung von Stephan Klee nochmals konzentriert zu erleben und den transhumanistischen Diskurs der Ausstellung weiterzudenken.
Kulturelle Bildung und gesellschaftlicher Dialog
Xenoform versteht zeitgenössische Kunst als Ort kultureller Bildung. Die Ausstellung verknüpft Kunstgeschichte, Medienkunst, Ökologie und Technologie und eröffnet einen kritischen Dialog über die gesellschaftlichen Bedingungen technischer Innovation. In begleitenden Vermittlungsprojekten wurde bereits untersucht, wie Landschaften als Archive menschlicher Eingriffe, Machtverhältnisse und politischer Entscheidungen lesbar werden.
Ein Kunsterlebnis zwischen sinnlicher Präsenz und Zukunftsfrage
Die Finissage im Alten Rathaus Göttingen führt mitten in eine Kunstwelt, in der Erde, Maschine und Kosmos ineinandergreifen. Besucherinnen und Besucher erwartet keine rein illustrative Science-Fiction, sondern eine präzise kuratierte Auseinandersetzung mit der Gegenwart: mit endlichen Ressourcen, ökologischer Instabilität und der politischen Dimension technologischer Visionen.
Wer die Ausstellung noch einmal oder erstmals erleben möchte, findet bei der Finissage eine konzentrierte Gelegenheit zur Begegnung mit der Künstlerin, den Werkgruppen und den zentralen Fragen von TRANSHUMAN N°4. Dieses Kunsterlebnis verbindet ästhetische Erfahrung mit kritischer Reflexion und bereichert den Ausstellungsbesuch durch neue Perspektiven auf die Zukunft.
Offizielle Kanäle von Nieves de la Fuente:
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