Themen der Aufklärung bei Hogarth, Chodowiecki und Riepenhausen im Auditorium Göttingen


Datum und Uhrzeit
Künstler
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Aufklärung als Bildwelt: eine Führung zwischen Freiheit, Vernunft und Gesellschaftskritik
Die Kunstsammlung der Universität Göttingen lädt im Auditorium zu einer konzentrierten Werkbetrachtung ein, die den Geist des 18. Jahrhunderts in Druckgraphiken und Illustrationen sichtbar macht. Im Mittelpunkt stehen Daniel Chodowiecki, William Hogarth und Ernst Ludwig Riepenhausen – Künstler, deren Bilderwelt die kulturellen Debatten der Aufklärung bis heute prägt.
Chodowiecki: Der Blick auf den Menschen im Zeitalter der Vernunft
Daniel Chodowiecki gilt als einer der wichtigsten Zeichner und Kupferstecher der deutschen Aufklärung. Seine Druckgraphiken und Buchillustrationen verbinden präzise Beobachtung mit moralischer Zuspitzung. Themen wie Freiheit, Menschenrechte, die Rolle der Frau, Natur und gesellschaftlicher Wandel treten in seinen Blättern nicht abstrakt auf, sondern in klaren, oft erzählerischen Szenen, die den Blick auf den Alltag schärfen.
Hogarth und Riepenhausen: Satire, Moral und kultureller Austausch
Ergänzt wird die Präsentation durch Graphiken von William Hogarth und Ernst Ludwig Riepenhausen. Hogarths Bildsprache steht für pointierte Gesellschaftskritik und eine frühe Form visueller Erzählung, während Riepenhausen die Rezeption und Weiterführung dieser Kunsttraditionen im deutschsprachigen Raum sichtbar macht. So entsteht ein kunsthistorischer Dialog, der Aufklärung nicht als trockenes Lehrkapitel, sondern als lebendige ästhetische Erfahrung erfahrbar werden lässt.
Kabinettausstellung mit wissenschaftlicher Tiefe
Der Anlass ist ein besonderer: Zum 300. Geburtstag Chodowieckis rückt die Kunstsammlung mit der Kabinettausstellung Bilder der Aufklärung. Der Kosmos des Daniel Chodowiecki den kulturellen Horizont einer Epoche ins Zentrum, in der Bild, Buch und Öffentlichkeit eng miteinander verflochten waren. Die Führung eröffnet damit auch einen Zugang zur Museumspädagogik der Universität Göttingen, die vergleichendes Sehen, stilgeschichtliche Einordnung und medienbewusste Kunstvermittlung verbindet.
Ausstellungsatmosphäre im Auditorium
Im Raum des Auditoriums entfalten die Graphiken ihre besondere Wirkung: fein gesetzte Linien, kontrastreiche Schwarz-Weiß-Flächen und die stille Konzentration auf das Detail. Gerade in der Druckgraphik zeigt sich, wie stark Kunst als Medium der Aufklärung wirkte. Besucherinnen und Besucher erleben hier ein Kunsterlebnis zwischen historischer Reflexion und unmittelbarer Nähe zum Werk.
Fazit
Diese Führung bietet mehr als einen Überblick über berühmte Namen der Kunstgeschichte. Sie öffnet den Blick auf die Bildsprache der Aufklärung, auf gesellschaftliche Fragen von bleibender Aktualität und auf die besondere Stärke der Kunstsammlung der Universität Göttingen. Wer Kunst, Geschichte und Denken in einem einzigen Besuch verbinden möchte, sollte diese Ausstellung live erleben.
Offizielle Kanäle von Kunstsammlung der Universität Göttingen:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: https://www.youtube.com/@uni_goettingen
- Website: https://www.uni-goettingen.de/de/kunstsammlung/304930.html









