Tomoya Yokokawa in Göttingen: Porträtkonzert in der musa mit Uraufführungen


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Ein Vormittag voller Klangfarben: Tomoya Yokokawa beim Porträtkonzert in Göttingen
Das Porträtkonzert von Tomoya Yokokawa bringt am Sonntag, 13. September 2026, um 11:00 Uhr frische Gegenwartsmusik in die musa Göttingen. Musiker:innen des Göttinger Symphonieorchesters widmen sich einem Programm, das mit sechs Werken für Streicher arbeitet, darunter vier Uraufführungen des Komponisten. Für das Musik 21 Festival entsteht so ein dichtes Live-Erlebnis zwischen feiner Struktur, klanglicher Offenheit und persönlicher Handschrift.
Komponieren als innerer Dialog
Yokokawa zählt zu den Komponisten, die aus kleinen Motiven große Spannung ziehen. Seine Biografie führt von Nagano über Tokyo, Graz und Berlin bis nach Göttingen, seine Werke erschienen bereits bei Verlag Neue Musik und Babelscores. Auf seiner offiziellen Website beschreibt er einen Weg, der von klassischer Ausbildung, internationalen Stipendien und mehrfach ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträgen geprägt ist. Genau diese Mischung aus Disziplin, Neugier und klanglicher Fantasie prägt auch das Porträtkonzert.
Streicher in leuchtender Spannung
Im Mittelpunkt steht das neue Streichquartett Voiceness, ein Kompositionsauftrag von Musik 21 Niedersachsen. Dazu kommen weitere Werke, die Yokokawas Gespür für Transparenz, Reibung und fein abgestufte Orchestrierung zeigen. Die Musiker:innen des Göttinger Symphonieorchesters geben diesen Partituren den Raum, in dem jede Bogenschwingung, jede Pause und jede Verschiebung im Klangbild ihren Platz findet. Das Ergebnis verspricht eine konzentrierte Publikumsstimmung, in der selbst leise Gesten Gewicht bekommen.
Uraufführungen und musikalische Handschrift
Die Ankündigung spricht von sechs Werken für Streicher und vier Uraufführungen. Für das Publikum entsteht damit nicht einfach ein Konzert, sondern ein Blick in eine aktuelle kompositorische Werkstatt. Yokokawas Musik verknüpft zeitgenössische Klangsprache mit Einflüssen traditioneller japanischer Musik und einer klaren formalen Architektur. Genau darin liegt die besondere Anziehung dieses Vormittags: Das Konzerterlebnis bleibt nahbar, aber nie berechenbar.
Der Klangraum der musa
Die musa in Göttingen bietet dafür einen passenden Rahmen. Laut Venue-Informationen fasst der Raum rund 400 Personen unbestuhlt oder etwa 200 bestuhlt. Parkplätze liegen unmittelbar gegenüber dem Künstler-, Crew- und Fahrstuhleingang; außerdem ist ein Lastenaufzug vorhanden, der den Zugang zur Bühne erleichtert. Die Location verbindet damit intime Nähe mit professioneller Konzertinfrastruktur – ein Setting, das die Dynamik eines Porträtkonzerts besonders gut trägt.
Ein Vormittag für aufmerksames Hören
Wer dieses Konzert besucht, erlebt keine laute Pose, sondern konzentriertes Hören auf höchstem Niveau. Die Live-Atmosphäre lebt von Präsenz, präziser Ensemblearbeit und einem Programm, das Neugier belohnt. Tomoya Yokokawa in der musa: Das ist die Chance, Gegenwartsmusik nicht nur zu hören, sondern im Augenblick ihrer Entstehung mitzuerleben. Wer moderne Streicherklänge, Uraufführungen und eine klare künstlerische Handschrift schätzt, sollte sich diesen Termin sichern.
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