Juras letzter Winter im Sartorius Quartier: Edgar Selge eröffnet einen bewegenden Literaturabend


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Juras letzter Winter: Ein literarischer Abend zwischen Erinnerung und Gegenwart
Mit Juras letzter Winter bringt Edgar Selge am 2. Oktober 2026 im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes einen Abend auf die Bühne, der Literatur, Biografie und historische Erinnerung in intensiver Spannung verbindet. In der Sheddachhalle im Sartorius Quartier entsteht kein gewöhnlicher Lesetermin, sondern ein eindringliches Bühnenerlebnis über Jugend, Gewalt, Nähe und das Verstummen in der Geschichte.
Ein Roman, der aus dem Dunkel heraus spricht
Selge widmet sich dem jungen Jura Rjabinkin, dessen Tagebuch die Blockade Leningrads und den Hungerstod mit erschütternder Klarheit umkreist. Aus dieser Begegnung formt der Schauspieler und Autor eine literarische Verdichtung, die persönliche Erinnerung und europäische Kriegsgeschichte miteinander verschränkt. Die dramaturgische Kraft liegt im Wechsel zwischen dokumentarischer Wucht und subjektiver Nähe.
Edgar Selge als Erzähler mit Bühnenpräsenz
Edgar Selge gilt seit seinem literarischen Debüt als präziser Stilist, der Szenen nicht ausstellt, sondern auflädt. In Göttingen trifft seine Schauspielkunst auf die konzentrierte Form der Lesung, die jede Nuance hörbar macht: Atem, Pause, Tonfall und innere Bewegung. Gerade darin liegt die Theateratmosphäre dieses Abends - nicht im großen Gestus, sondern in der stillen Intensität, die den Raum verdichtet.
Sheddachhalle im Sartorius Quartier: moderner Spielort mit klarer Wirkung
Die Sheddachhalle im Sartorius Quartier bietet mit ihrer industriell geprägten Architektur einen Rahmen, der dieser Veranstaltung Kontur verleiht. Der Ort verbindet kulturelle Offenheit mit klarer Akustik und einer urbanen, zugleich konzentrierten Umgebung. Für das Publikum entsteht ein unmittelbares Live-Erlebnis, in dem die Nähe zwischen Bühne und Saal die Wirkung der Worte verstärkt.
Literarischer Herbst mit historischer Resonanz
Der Auftakt des Abends liegt im Spannungsfeld zwischen Lesung, Gespräch und kultureller Erinnerung. Ulrich Kühn von NDR Kultur befragt Edgar Selge zu einem Roman, der nicht nur eine Einzelschicksalserzählung eröffnet, sondern auch die Frage stellt, wie Literatur historische Erfahrung bewahrt. Die Publikumsreaktion dürfte entsprechend still, aufmerksam und bewegt ausfallen.
Fazit: Ein Abend für alle, die Literatur als lebendige Kunstform erleben wollen
Juras letzter Winter verspricht einen Abend von hoher sprachlicher Dichte, großer emotionaler Tiefe und intensiver Präsenz. Wer in Göttingen ein anspruchsvolles Kulturereignis sucht, erlebt hier Literatur als Theater des Zuhörens - eindringlich, klug und menschlich berührend.
Offizielle Kanäle von Edgar Selge:
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