Musik und Bildende Kunst – gemalte Klänge im Jungen Theater Göttingen


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Wenn Klang zu Farbe wird: Ein außergewöhnlicher Abend im Jungen Theater Göttingen
Am Dienstag, 6. Oktober 2026, verbindet sich im Saal des Jungen Theaters Göttingen frühbarocke Vokalmusik mit dem unmittelbaren Gestus der Malerei. Das Vokalensemble Tempera Mente und die Göttinger Künstlerin Anna Dianda verwandeln den Abend in ein lebendiges Kunsterlebnis, bei dem musikalische Struktur und bildnerische Improvisation einander direkt begegnen.
Musik als Impuls, Malerei als Echo
Tempera Mente folgt dem Anspruch, Musik zu singen, die den Geist klärt und die Seele bewegt. Genau hier setzt die Produktion an: Während die Stimmen des Ensembles erklingen, entstehen vor den Augen des Publikums Bilder, die die musikalische Spannung, die barocke Linienführung und die expressive Dynamik der Klänge sichtbar machen. So entsteht eine Werkbetrachtung in Echtzeit, in der sich Hör- und Seherfahrung gegenseitig vertiefen.
Anna Dianda und die Kraft der spontanen Geste
Anna Dianda überführt die Musik in Farbe, Form und Bewegung. Ihre künstlerische Haltung betont das Potenzial der Kunst, Grenzen und Zeit zu überwinden und Menschen auf einer tieferen Ebene zu verbinden. Für Besucherinnen und Besucher eröffnet sich damit eine besondere ästhetische Erfahrung: Nicht ein fertiges Bild steht im Mittelpunkt, sondern der Entstehungsprozess selbst, die offene Kuratierung des Augenblicks.
Mitmalen als kulturelle Teilhabe
Besonders reizvoll ist die Mitmal-Gelegenheit für fünf angemeldete Personen. An Staffeleien, mit bereitgestelltem Material und Leinwänden, wird das Publikum Teil des Geschehens. Diese Form der kulturellen Bildung macht den Abend zu mehr als einem Konzert: Sie lädt zur aktiven Auseinandersetzung mit Musik, Farbe und Komposition ein und öffnet einen niedrigschwelligen Zugang zu zeitgenössischer Kunstvermittlung.
Kooperation mit Resonanz
Die gemeinsame Produktion der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und des KAZ verbindet institutionelle Kompetenz mit lebendiger Experimentierfreude. Das Ensemble Tempera Mente, das für das europäische Förderprogramm Sustainable-EEEmerging 2026–27 ausgewählt wurde, bringt zusätzliche internationale Strahlkraft in diesen Abend. Damit gewinnt das Projekt auch kunsthistorisch Gewicht: Es steht in der Tradition interdisziplinärer Formate, die Musik und Bildende Kunst nicht nebeneinander, sondern ineinander denken.
Fazit
Wer sich für Kunst, Konzert und kreative Prozesse interessiert, erlebt hier einen Abend von seltener Unmittelbarkeit. Musik wird sichtbar, Malerei wird hörbar, und der Raum des Jungen Theaters verwandelt sich in ein offenes Atelier der Sinne. Ein Besuch lohnt sich unbedingt, denn dieses Format verbindet künstlerische Qualität mit echter Teilhabe und einer inspirierenden Ausstellungsatmosphäre.
Offizielle Kanäle von Anna Dianda:
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