Kuku Schrapnell in Göttingen: »Gender Punks« macht queere Geschichte lebendig


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Kuku Schrapnell erzählt von Menschen, die Geschlechternormen sprengten
Am 21. Oktober 2026 wird das Literaturhaus Göttingen zum Ort einer ungewöhnlichen Autor-Begegnung: Kuku Schrapnell präsentiert das Buch Gender Punks. Über trans Pionier*innen und die Kunst, widerständig zu leben und lädt gemeinsam mit Literaturvermittler Tobi Schiller zu einer Lesung und einem Gespräch über queere Geschichte, Geschlechterpolitiken und gesellschaftliche Veränderung ein.
Historische Biografien mit Gegenwartsenergie
Gender-nonkonforme Pirat:innen, queere Priester:innen und transgeschlechtliche Rebell:innen stehen im Zentrum von Schrapnells literarischer Arbeit. Das 2026 im Verbrecher Verlag erschienene Buch folgt historischen trans- und intergeschlechtlichen Personen vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Zu den porträtierten Figuren zählen Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, Romaine-la-Prophétesse, Lucy Hicks Anderson und Danshō Okiyo.
Schrapnell löst diese Lebensgeschichten aus der Enge traditioneller Gerichts- und Krankenakten. Die Erzählweise verbindet historische Recherche mit sprachlicher Beweglichkeit, Solidarität und gelegentlichem Augenzwinkern. So entsteht eine eigenwillige Form literarischer Geschichtsvermittlung, die verdrängte Biografien sichtbar macht und ihre Widerstandskraft in die Gegenwart verlängert.
Queere Geschichte als literarischer Diskurs
Die Veranstaltung berührt grundlegende Fragen: Was bedeutet Geschlecht, wenn gesellschaftliche Kategorien nicht feststehen? Wie schreiben sich patriarchale und kapitalistische Machtverhältnisse in Biografien ein? Und welche Formen des widerständigen Lebens lassen sich aus der Geschichte herauslesen?
Kuku Schrapnell arbeitet zu queerer Geschichte sowie zu trans- und geschlechterpolitischen Themen, leitet Workshops und ist als Speaker*in tätig. In Gender Punks treffen Expertise, erzählerische Sprachkunst und politischer Impuls aufeinander. Die Lesung verspricht deshalb nicht nur Informationen über historische Persönlichkeiten, sondern ein literarisches Erlebnis mit hoher Gegenwartsnähe.
Lesung und Gespräch mit Tobi Schiller
Auf die Textpassagen folgt ein Gespräch mit Literaturvermittler Tobi Schiller. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine patriarchale und kapitalistische Welt verändert werden kann. Die Lesungs-Atmosphäre im Literaturhaus Göttingen schafft dafür einen konzentrierten Raum: Stimme, Sprache und historische Narrative verbinden sich mit offenem Nachdenken über gesellschaftliche Verantwortung.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Queeren Kulturtage statt und entsteht in Kooperation mit dem Buchladen Rote Straße und dem Queeren Zentrum Göttingen. Das Literaturhaus liegt in der Nikolaistraße zwischen Kunstquartier und Innenstadt und gehört zu den wichtigen Orten des literarischen Lebens in Göttingen.
Fazit: Ein Abend für widerständige Geschichten
Wer Literatur als gesellschaftliche Intervention, queere Geschichte als lebendigen Diskurs und Autor-Begegnungen als Möglichkeit zur eigenen Perspektivverschiebung erlebt, findet bei Gender Punks einen besonders prägnanten Abend. Kuku Schrapnell gibt historischen Figuren ihre Komplexität zurück und zeigt, wie kraftvoll literarische Erinnerung sein kann. Das Publikum erwartet eine Lesung mit Haltung, historischer Tiefe und sprachlicher Energie.
Offizielle Kanäle von Kuku Schrapnell:
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- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: https://www.verbrecherverlag.de/autor_innen/kuku-schrapnell/









