Gedenkstunde am Mahnmal der Synagoge: Gemeinsam erinnern in Göttingen


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Gemeinsam erinnern am Mahnmal der Synagoge
Am 9. November 2026 versammelt sich Göttingen am Platz der Synagoge zu einer würdevollen Gedenkstunde. Im Mittelpunkt stehen die Erinnerung an die jüdischen Opfer der Reichspogromnacht vom 9. und 10. November 1938 sowie die gemeinsame Verantwortung für ein friedliches, respektvolles Miteinander.
Ein Ort des Gedenkens und der Verantwortung
Seit 1973 findet am Mahnmal der ehemaligen Göttinger Synagoge jedes Jahr eine Gedenkstunde statt. Der historische Ort erinnert an die Zerstörung der Synagoge und an die jüdischen Menschen, die entrechtet, verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Das Gedenken verbindet historische Aufarbeitung mit einem klaren Zeichen gegen Antisemitismus und jede Form menschenfeindlicher Ausgrenzung.
Schülerische Perspektiven auf die Göttinger Geschichte
Die inhaltliche Vorbereitung übernehmen 2026 Schülerinnen und Schüler aus den Geschichtskursen des Max-Planck-Gymnasiums unter der Leitung von Alexander Liebig. Im Mittelpunkt stehen die konkreten Ereignisse rund um den Brandanschlag auf die Göttinger Synagoge. Grundlage bilden umfassende Recherchen des Göttinger Historikers Dr. Peter Kriedte.
Musik, Stille und gemeinsames Erinnern
Die musikalische Gestaltung übernehmen Maren und Mathias Böhme mit Querflöte und Geige. Die Klänge schaffen einen Raum für Besinnung, Anteilnahme und innere Sammlung. In der gemeinsamen Gedenkminute, im Gebet und im stillen Erinnern wird die religiöse und gesellschaftliche Bedeutung dieses Abends spürbar.
Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Göttingen
Veranstaltet wird die Gedenkstunde von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Göttingen und der Stadt Göttingen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Sie lädt Menschen unterschiedlichen Glaubens ebenso ein wie alle historisch und gesellschaftlich Interessierten.
Die Gedenkstunde beginnt am Montag, 9. November 2026, um 18:00 Uhr und dauert bis 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Besucherinnen und Besucher erwartet ein konzentriertes Glaubenserlebnis des Erinnerns, eine spirituelle Gemeinschaft am historischen Ort und ein eindringliches Zeichen für Toleranz, Dialog und Menschenwürde.










