TRANSHUMAN N°5 im Alten Rathaus Göttingen: Kunst zwischen Untergang und Neubeginn


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TRANSHUMAN N°5: Kunst im Zwielicht einer kommenden Welt
Mit TRANSHUMAN N°5 präsentiert der Kunstverein Göttingen im Alten Rathaus eine internationale Gruppenausstellung über den Übergang vom Transhumanismus zum Posthumanismus. Die Vernissage eröffnet am 17. Oktober 2026 die finale Ausstellung des Jahresprogramms TRANSHUMAN. Kuratiert von Stephan Klee, versammelt die Schau Arbeiten von Dysis, Astali/Peirce, Birte Bosse, Simon Faithfull, Olga Fedorova, Stella Geppert, Bastian Hoffmann, Virginie Ittah, Delia Jürgens, Felix Kiessling, Frederik Marks, Aline Schwörer und Geerten Verheus.
Eine Ausstellung als Schwellenraum
Der Titel Dysis verweist auf das altgriechische Wort für Untergang eines Gestirns, Westen, Dämmerung und Versteck. In den historischen Räumen des Alten Rathauses entsteht daraus eine inszenierte Liminalität: Die Ausstellung bewegt sich zwischen einer vergangenen Zivilisation und einer möglichen Zukunft nach dem Menschen. Skulpturen, Objekte, Installationen und digitale Arbeiten erscheinen wie Relikte einer Epoche, deren technische und ökonomische Systeme bereits ihre eigenen Nachbilder erzeugen.
Zwischen Anthropozän und Posthumanismus
Die kuratorische Konzeption nimmt die Vorstellung ernst, dass die industrielle Moderne den Menschen zu einer geophysikalischen Kraft gemacht hat. Anknüpfend an die Debatte um das Anthropozän untersucht TRANSHUMAN N°5 die Folgen technologischer Beschleunigung, globaler Ressourcenverwertung und künstlicher Systeme. Die Werke fragen nicht nach einer einfachen Zukunftsvision, sondern nach den Spuren, die unsere Gegenwart in einer späteren Welt hinterlassen könnte.
Skulpturen, Installationen und fremde Lebensformen
Die Ausstellungsatmosphäre lebt von der Spannung zwischen vertrauten Dingen und deformierten, funktionslos gewordenen Objekten. Einzelne Arbeiten wirken wie Überreste menschlicher Aktivität, andere wie Erscheinungen einer noch unbekannten Spezies. Zu sehen sind unter anderem Aline Schwörers Shells of unwritten times, Geerten Verheus' Kanikule, Virginie Ittahs Anaïs, Astali/Peirces Monobloc, Frederik Marks' The Knee of Another, Stella Gepperts Snow Leopard Track, Bastian Hoffmanns Flat Six und Felix Kiesslings Arbeit.
Ästhetische Erfahrung und kritische Werkbetrachtung
Die Ausstellung verbindet sinnliche Raumwirkung mit kunsthistorischer Reflexion. Materialien, Oberflächen, Körperformen und mediale Prozesse verschieben die Grenze zwischen Kunstwerk, Artefakt und Umgebung. Gerade diese Unsicherheit gehört zum Kunsterlebnis: Ist das Objekt eine Skulptur, ein technisches Relikt oder bereits ein Überbleibsel aus einer Zukunft, die ihre eigene Geschichte schreibt?
Vernissage und Ausstellungszeitraum
Die Vernissage findet am Samstag, 17. Oktober 2026, von 17 bis 20 Uhr statt und ist kostenlos. Danach ist die Ausstellung bis zum 13. Dezember 2026 im ersten Obergeschoss des Alten Rathauses zu sehen. Regulär öffnet der Kunstverein Göttingen dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro; Besucherinnen und Besucher unter 18 Jahren sowie Inhaberinnen und Inhaber eines Kulturtickets erhalten freien Eintritt.
Fazit: Ein Kunsterlebnis zwischen Untergang und Neubeginn
TRANSHUMAN N°5 lädt zu einer konzentrierten Werkbetrachtung über technische Transformation, ökologische Krise und die Zukunft des Menschlichen ein. Wer zeitgenössische Malerei, Skulptur, Installation und digitale Kunst im Dialog mit kunsthistorischen und gesellschaftlichen Fragen erleben möchte, findet hier eine eindringliche ästhetische Erfahrung. Der Besuch im Alten Rathaus Göttingen eröffnet einen Raum für kulturelle Bildung, Irritation und neue Perspektiven auf unsere Gegenwart.
Offizielle Kanäle von Kunstverein Göttingen:
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- Website: https://www.kunstvereingoettingen.de/






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