NS-Zwangsarbeit in Südniedersachsen: Führung durch eine Ausstellung der Erinnerung


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Erinnerung sichtbar machen: Führung durch die Ausstellung zur NS-Zwangsarbeit
Am 12. November 2026 führt Arndt Kohlmann, Mitarbeiter der Ausstellung, durch die Dauerausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939–1945 in Göttingen. Die Führung verbindet regionale Geschichte mit einer europäischen Perspektive auf Verschleppung, Ausbeutung und die Lebenswege von Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden.
Lebensgeschichten im Mittelpunkt
Die Ausstellung dokumentiert, wie angeworbene, dienstverpflichtete und gewaltsam deportierte Menschen in Südniedersachsen leben und arbeiten mussten. Bis zu 60.000 Menschen aus mindestens 16 europäischen Ländern waren in der Region als Zwangsarbeitende eingesetzt. Ihre Geschichten führen von den Herkunftsorten über die Wege der Deportation bis zu den Arbeits- und Lebensbedingungen in Stadt und Land.
Objekte, Dokumente und filmische Zeugnisse
In 13 thematischen Stationen erschließt die Ausstellung das Ausmaß und die Vielgestaltigkeit der NS-Zwangsarbeit. Museumskoffer mit Objekten, Fotografien und Dokumenten schaffen einen anschaulichen Zugang zu individuellen Biografien. Zeitzeugeninterviews, die ausschließlich vor Ort in der Ausstellung zugänglich sind, vertiefen die historische Werkbetrachtung und geben den Betroffenen eine eigene Stimme.
Europäische Perspektive und historische Verantwortung
Die Kuratierung entstand in einer internationalen Projektgruppe mit Partnern aus Deutschland, Polen, den Niederlanden und Italien. Dadurch eröffnet die Ausstellung unterschiedliche europäische Sichtweisen auf die NS-Zwangsarbeit. Die Führung macht sichtbar, wie nationalsozialistische Rassenideologie, rechtlicher Status, Herkunft und Geschlecht die Lebens- und Überlebenschancen der Betroffenen bestimmten.
Ein Kunsterlebnis der Erinnerungskultur
Obwohl keine Kunstausstellung im engeren Sinn, arbeitet die Präsentation mit einer präzisen Ausstellungsdramaturgie, räumlicher Inszenierung und der sinnlichen Wirkung historischer Materialien. Fotografien, Schriftstücke, persönliche Gegenstände und audiovisuelle Zeugnisse verbinden Expertise mit kultureller Bildung. Die Ausstellungsatmosphäre lädt zu einer konzentrierten ästhetischen Erfahrung ein, in der Geschichte nicht abstrakt bleibt, sondern an konkrete Menschen und Orte gebunden erscheint.
Die Führung mit Arndt Kohlmann bietet einen fachkundig begleiteten Zugang zu einem zentralen Kapitel der regionalen Erinnerungskultur. Besucherinnen und Besucher erwartet eine eindringliche Werkbetrachtung historischer Quellen, die Wissen vermittelt und zur eigenen Auseinandersetzung mit Verantwortung, Menschenwürde und Gegenwartsbezügen anregt.
Offizielle Kanäle von Geschichtswerkstatt Göttingen:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu/de/index-de.html
Quellen:
- Zwangsarbeit in Niedersachsen – Ausstellung und Informationen
- Zwangsarbeit in Niedersachsen – Virtuelle Ausstellung
- Zwangsarbeit in Niedersachsen – Veranstaltungen und Hintergrundinformationen
- Georg-August-Universität Göttingen – Virtuelle Ausstellung zur NS-Zwangsarbeit
- Wildwechsel – Veranstaltungshinweis zur Führung










