Tod und Verzweiflung in der Antike: Griechische Skulptur neu erleben


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Wenn antike Schönheit den Schmerz sichtbar macht
Die öffentliche Führung Tod und Verzweiflung: Darstellungen von Leid in der Antike lädt am 25. Oktober 2026 in die Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen in Göttingen ein. Im Mittelpunkt steht eine kunsthistorische Werkbetrachtung zu physischem Schmerz, seelischem Leid und emotionaler Ausdruckskraft in der griechischen Plastik.
Zwischen idealer Form und menschlicher Verletzlichkeit
Die griechische Plastik ist für ihre ausgewogene Ästhetik, klare Formensprache und überzeugende Körperdarstellung bekannt. Doch hinter der scheinbaren Ruhe vieler Bildwerke treten dramatische Erzählungen hervor. Der Rundgang untersucht, wie Künstler Leid nicht nur als erzählerisches Motiv, sondern auch als körperliche Haltung, gespannte Bewegung und ausdrucksstarke Mimik inszenierten.
Marsyas und Laokoon: Mythos als Bildsprache des Schmerzes
Besondere Aufmerksamkeit gilt den mythologischen Geschichten von Marsyas und Laokoon. Ihre Schicksale führen mitten in die antike Auseinandersetzung mit Übermaß, Bestrafung, Verzweiflung und menschlicher Ohnmacht. In den Skulpturen verbinden sich dramatische Handlung, anatomische Präzision und eine hoch entwickelte Komposition zu einer intensiven ästhetischen Erfahrung.
Gipsabgüsse als wissenschaftliche und kulturelle Vermittler
Die Sammlung der Gipsabgüsse eröffnet einen unmittelbaren Zugang zur antiken Skulptur und macht kunsthistorische Zusammenhänge anschaulich. Die dreidimensionale Begegnung mit Körpern, Gewandpartien, Bewegungsachsen und Raumwirkung unterstützt eine konzentrierte Werkbetrachtung. Als traditionsreiche universitäre Sammlung verbindet der Ort Forschung, Kulturelle Bildung und anschauliche Vermittlung.
Ein Rundgang mit Iris Depreux
Die Führung wird von Iris Depreux vom Archäologischen Institut geleitet. Der 45-minütige Rundgang beginnt um 11:15 Uhr und führt durch die Ausstellungsräume im ersten und zweiten Obergeschoss. Eine Anmeldung ist laut Veranstaltungskalender nicht erforderlich.
Fazit: Antike Kunst zwischen Schönheit und Abgrund
Diese Führung zeigt griechische Plastik jenseits eines rein idealisierten Schönheitsbegriffs. Kunstinteressierte erleben, wie antike Bildwerke Schmerz, Angst und Verzweiflung in präzise Formen, spannungsvolle Bewegungen und eindringliche mythologische Szenen übersetzen. Wer die emotionale Kraft antiker Skulptur und die Ausstellungsatmosphäre der Göttinger Gipsabguss-Sammlung unmittelbar erfahren möchte, sollte diesen Rundgang live besuchen.
Offizielle Kanäle von Archäologisches Institut und Sammlung der Gipsabgüsse:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.uni-goettingen.de/de/133285.html







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