Paris danach im Deutschen Theater Göttingen: Theater gegen das Vergessen


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Paris danach: Ein vielstimmiger Abend über Verlust, Erinnerung und Hoffnung
Am 3. November 2026 bringt das Deutsche Theater Göttingen Laurent Gaudés Paris danach auf die Bühne. Die deutschsprachige Erstaufführung in der Regie von Schirin Khodadadian nimmt das Publikum mit in einen milden Pariser Herbstabend, an dem Cafés, Straßen und ein Konzert zunächst vom Klang des Lebens erfüllt sind – bis Schüsse, Explosionen und Entsetzen die Stadt erschüttern.
Wenn das Leben plötzlich aus dem Takt gerät
Eine junge Frau erwartet voller Vorfreude ihre Geliebte. Zwillingsschwestern wollen gemeinsam ihren 30. Geburtstag feiern. Eine junge Mutter sucht auf einem Konzert für kurze Zeit Abstand von einem Streit. In diesen scheinbar beiläufigen Momenten entfaltet die Inszenierung die Wärme des Alltags: Gespräche unter freiem Himmel, Musik, Bewegung und das flirrende Versprechen einer langen Nacht.
Dann kippt die Atmosphäre. Laurent Gaudé erzählt von den Anschlägen des 13. November 2015 und von einer Stadt, deren vertraute Räume sich innerhalb weniger Augenblicke in Orte der Angst verwandeln. Die Dramaturgie folgt dabei nicht nur den Opfern, sondern auch Angehörigen, Einsatzkräften und all jenen Menschen, deren Leben durch diese Nacht unwiderruflich verändert wurde.
Ein Choral gegen das Vergessen
Paris danach ist kein dokumentarisches Abbild, sondern eine sprachlich verdichtete Bühnenkomposition. Der Text trägt die Züge einer klassischen Tragödie und verbindet individuelle Schicksale zu einem vielstimmigen Choral. Aus der Perspektive der Schauspielkunst entsteht ein sensibles Spannungsfeld zwischen persönlicher Erinnerung, kollektivem Trauma und dem beharrlichen Wunsch nach menschlicher Nähe.
Die deutschsprachige Fassung von Margret Millischer bewahrt die poetische Intensität des Originals. Bühne und Kostüme von Carolin Mittler, die Musik von Johannes Mittl und die dramaturgische Arbeit von Stephanie Wedekind geben der Inszenierung zusätzliche Ausdrucksebenen. Licht, Klang und Körper erzählen von einer Welt, die aus den Fugen gerät – und dennoch nach einem Weg zurück ins Leben sucht.
Regie zwischen Schrecken und Menschlichkeit
Schirin Khodadadian richtet den Blick auf die Menschen hinter der historischen Zäsur. Die Regie begegnet dem Stoff mit Konzentration und lässt die Theateratmosphäre aus den Stimmen, Bewegungen und Brüchen der Figuren entstehen. Das Bühnenbild wird zum Erinnerungsraum: ein Ort, an dem private Hoffnungen und öffentliche Katastrophe aufeinanderprallen.
Laurent Gaudé, 1972 in Paris geboren, studierte Literatur und unterrichtete an der Sorbonne. Für seinen Roman Die Sonne der Scorta erhielt er 2004 den Prix Goncourt. Paris danach wurde 2024 am Théâtre de la Colline in Paris uraufgeführt und findet nun als deutschsprachige Erstaufführung seinen Weg nach Göttingen.
Ein Bühnenerlebnis, das nachwirkt
Dieses Theatererlebnis führt mitten hinein in eine Nacht, deren Folgen weit über den Moment des Anschlags hinausreichen. Die Inszenierung verbindet präzise Dramaturgie, intensive Schauspielkunst und musikalische Verdichtung zu einem Abend über Trauer, Solidarität und die Kraft des Weiterlebens.
Wer Paris danach live erlebt, begegnet einem Theaterabend von großer emotionaler Wucht und gesellschaftlicher Relevanz. Sichern Sie sich Ihre Karten für die Aufführung im Deutschen Theater Göttingen und erleben Sie, wie Bühnenkunst Erinnerung in Gegenwart verwandelt.
Offizielle Kanäle von Deutsches Theater Göttingen:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.dt-goettingen.de



![Forum Wissen | Ferienprogramm: Wissenschaft trifft Kreativität [9 bis 13 J.]](https://firebasestorage.googleapis.com/v0/b/moxios-ai-media.firebasestorage.app/o/events_images%2F26100803351387_with_text.webp?alt=media)






